Entspannungstechniken

Allgemeine Informationen über Entspannungsmethoden für gestresste und erschöpfte Menschen.

 

In der heutigen Zeit bieten sich mittlerweile viele verschiedene anerkannte Entspannungsverfahren an.
Man unterscheidet zwischen einer passiven Entspannung und einer aktiven Entspannung.
Zu der passiven Entspannung zählen:

•  Autogenes Training*
•  Progressive Muskelentspannung*
•  Atemtechnik
•  Meditation/Meditative Verfahren im Rahmen der achtsamkeitsbasierten
   Stressreduktion
•  Entspannungsmassagen
•  Sauna und Entspannungsbäder
•  usw.
 
Zu der aktiven Entspannung zählen vor allem Sport oder auch Bewegungen, wie zum Beispiel das Joggen, Walken, Spazierengehen/Achtsames Gehen oder Tanzen usw.
Bewegung hilft dabei körperliche Anspannung abzubauen und den Kopf frei zu bekommen.

Wirkung der Entspannungsverfahren:

Entspannungsverfahren helfen dabei, den eigenen Körper wieder wahrzunehmen und die Aufmerksamkeit auf uns und unsere Umwelt zu sensibilisieren. Eine Entspannung hat eine positive Auswirkung auf unsere psychische, aber auch auf die physische Ebene, die dafür sorgt unser Allgemeinbefinden zu erhöhen, zu mehr Ruhe und Gelassenheit zu gelangen, die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit zu steigern, somit auch das Leistungs- und Arbeitsvermögen, unsere Kreativität zu wecken, unser Selbstvertrauen zu stärken und das Immunsystem zu aktivieren.
Aktuelle Spannungszustände können durch Übungen eines Entspannungsverfahrens schon oft schnell gelöst und chronische Spannungszustände reduziert werden. Schon nach drei bis vier Wochen regelmäßigem Üben wird der entspannende und beruhigende Effekt im Alltag spürbar. Einerseits spürt man eine größere allgemeine Gelassenheit und andererseits eine bessere Fähigkeit der Selbstregulation, indem der geübte Entspannungszustand willentlich hergestellt werden kann. Entspannungsverfahren sind grundlegende Elemente des Stressmanagements.

Für welche Ansatzpunkte eigenen sich Entspannungsverfahren?

•  Angststörungen
•  Bluthochdruck
•  Kopfschmerzen (Migräne)
•  Schlafstörungen
•  Chronische Schmerzen
•  Muskelverspannungen
•  Verhaltensauffälligkeiten
•  Unruhe durch Stress
•  Zur Vorbeugung

Wann sollte man Rücksprache mit seinem Arzt halten?

   Bei:
•  akuten psychischen Erkrankungen (z.B. Psychose, Zwangsneurose)
•  schweren Depressionen
•  chronisch niedrigen Blutdruck
•  schwerer Hypertonie
•  schwerer Herzmuskelschwäche
•  akuter Herzerkrankung
•  spezifische Formen von Asthma (Asthma Bronchiale etc.)
•  schwere akuten Magen- und Darmerkrankungen (z.B. Colitis Ulcerosa)
•  akutem Rückenleiden (z.B. Hexenschuss)
•  Muskelentzündungen
•  Arthritis
•  Epilepsie

Um eine Verschlimmerung einer dieser Erkrankungen auszuschließen, ist die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erforderlich.
 
* Das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung sind die beiden klinisch bedeutsamsten Entspannungsverfahren. Allein diese Verfahren wurden speziell zur Übung der Entspannungsreaktion entwickelt, während die meisten Methoden, die auch als Entspannungsverfahren angewendet werden, andere primäre Zielsetzungen haben. Beide Methoden sind relativ leicht zu erlernen. Eine fachkundige Anleitung wird empfohlen.